Wieviele Gebäude braucht es eigentlich?

Wieviele Gebäude braucht es eigentlich?

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Wieviele Gebäude braucht es eigentlich?

In allen Nachbarschaftsräumen unserer Landeskirche machen sich in diesen Tagen Vertreterinnen und Vertreter der Kirchengemeinden gemeinsam mit der kirchlichen Bauverwaltung ein Bild von den vorhandenen Gebäuden. 

In unserem Nachbarschaftsraum Herborn-Mittenaar-Siegbach findet diese Rundreise, die einen ganzen Tag dauert, am 20. März statt. Hintergrund der gemeinsamen Bestandsaufnahme ist der Gebäudebedarfs- und Entwicklungplan (GBEP), der in allen Dekanaten bis Ende 2026 aufzustellen ist. Ziel ist es, den Gebäudebestand mit den Bedürfnissen im Nachbarschaftsraum und den finanziellen Möglichkeiten in Einklang zu bringen. Das ist deshalb nötig, weil in den 1960er- und 1970er-Jahren viel gebaut wurde, die Mitgliederzahlen der Gemeinden aber zurückgehen und die Gebäudeunterhaltung sehr viel Geld verschlingt.

Der GBEP sieht vor, dass es künftig weniger, aber dafür attraktivere Gebäude geben soll. Davon betroffen sind in erster Linie die Gemeindehäuser. Derzeit gibt es im Raum der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) rund 1.450 entsprechend genutzte Gebäude. Mit deren Unterhaltung tun sich die Gemeinden und die EKHN aus Kostengründen immer schwerer, was oft einen Sanierungsstau zur Folge hat. Zugleich werden viele Häuser nicht mehr sehr intensiv genutzt. Die Kirchen stehen dagegen nicht im Mittelpunkt des GBEP, denn als Gottesdienstorte sind sie Gebäude mit großer Ausstrahlung. Die Kirchengemeinden identifizieren sich mit ihnen, oft haben sie zudem Symbolkraft für den ganzen Ort. Mitunter bieten die Kirchen auch die Möglichkeit, Funktion von Gemeindehäusern mit zu übernehmen. Die Büroflächen sollen nach dem GBEP durch die Schaffung zentraler Gemeindebüros abnehmen. Die Zahl der Pfarrwohnungen und -häuser soll sich nach dem tatsächlichen Bedarf im Nachbarschaftsraum richten.

Was das konkret für die Nachbarschaftsräume bedeutet, steht heute noch nicht fest. Nach der Bereisung wird es ab Herbst Workshops geben, in denen sich die Nachbarschaftsräume darauf einigen sollen, wie sie die Vorgaben des GBEP umsetzen wollen. Die Dekanate wirken daran mit, denn sie müssen gewährleisten, dass die Verminderung der Kosten für die Gebäuderunterhaltung auch im notwendigen Umfang erreicht wird. Am Ende des Prozesses beschließt dann die Dekanatssynode über den GBEP.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.ekhn.de/themen/bau...

 

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